Assistenzhunde

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Assistenzhunde (PTBS, LPF)


Diese Arbeit liegt mir besonders am Herzen. Ein Assistenzhund leistet so großartige Dinge und hilft seinem Menschen wieder einen geregelten Tagesablauf zu finden, selbstständiger zu werden, sich angstfreier zu bewegen, wieder am Gesellschaftsleben teilzunehmen.


Immer wieder erlebe ich, wie Kinder und Jugendliche geradezu aufblühen, aufgeschlossener werden und das Leben für sie wieder lebenswerter ist.

Dennoch ist es leider in Deutschland noch immer so, das solch ein Hund von den Kassen nicht als Hilfsmittel anerkannt wird und somit oft das Problem der Finanzierung eines solchen Hundes im Raum steht.

Unter bestimmten Voraussetzungen schaffen wir es manchmal, das die ausbildung von einem Verein übernommen wird, aber leider nicht immer.


Dennoch muss es nicht unmöglich sein, sich einen solchen Hund zu "leisten". Sie bestimmen, welche Aufgaben der Hund können soll und somit bestimmern Sie zu einem großen Teil auch die Höhe der Kosten. Ein Assistenhund muss mindestens drei Aufgaben können um an der Prüfung teilnehmen zu können. Die prüfung am Ende der Ausbildung ist ebenfalls freiwillig. Ich würde sie aber empfehlen, da man so ein Ziel hat das man nicht aus den Augen verliert, der Hund einen Ausweis erhält und somit eher Zutritt erhalten kann und es so schriftlich dokumentiert ist, das der Hund gewisse Fähigkeiten hat, die in dazu berechtigen, z.B. einen Lebensmittelladen zu betreten.


Anerkannt sind Prüfungen derzeit in Deutschland noch nicht. Auch beim Zutrittsrecht hat der Ladeninhaber das letzte Wort, auch wenn der Hund geprüft ist, dennoch kann es gewissen Vorteile bringen, wenn man die prüfung abgelegt hat - z.B. bei der Hundesteuer (auch von Kommune zu Kommune unterschiedlich)


Die Ausbildung findet derzeit nur in Selbstausbildung statt. Das bedeutet, der Hund lebt bei dem Klienten. Handelt es sich um einen jungen Hund, wird der Fokus im ersten Jahr auf die Grundausbildung des Hundes gelegt -sprich die gängigen Signale wie Sitz, Platz, Bleib und vieles mehr wird erarbeitet und gefestigt. Ab dem 12. Monat beginnen wir dann mit den eigentlichen Assistenzhundeaufgaben, die je nach Klient ganz unterschiedlich sein können.


Aufgaben können z.B. sein Licht anmachen, Türen schliessen, Distanz zu Menschen schaffen, den ausgang aus einem Laden finden uvm..


Diese Aufgaben werden in einem sogenannten Intensivtraining aufgebaut. Dazu kommt der Hund 14 Tage zu mir nach Hause und erfährt ein sehr intensives Training. Am Ende der 2  Wochen, weise ich den Klienten in die Aufgabe ein bis es klappt und durch gezielte Aufgaben Zuhause, wird das Verhalten weiter gefestigt. Sollte intensives üben Zuhause nicht möglich sein, hole ich den Hund 1-2x die Woche ab, um das Verhalten zu festigen (nur möglich bei Klienten, die nicht weiter als 30 Kilometer entfernt wohnen).

Der richtige Hund


Wenn Sie eine Prüfung anstreben und nicht nur ein wenig Unterstützung im Alltag brauchen, muss der Hund einiges mitbringen.

Er muss souverän und sich sicher in seiner Umwelt bewegen können. Er darf sich durchaus erschrecken, muss sich aber schnell wieder fangen. Er sollte Nähe aushalten, aner de Menschen und Tiere mögen, aber nicht so sehr das er dort hin will, er muss die Bereitschaft zur Kooperation haben, sollte ein "fressgen" besitzen, darf keinerlei Aggressionen aufweisen und sollte eine Affinität zum Apportieren mitbringen.

Außerdem muss der Hund gesund sein, damit er seine Aufgaben ohne Probleme erfüllen kann. Dazu ist es notwendig ihn später röntgen zu lassen, ein großes Blutbild zu machen und zu kastrieren.

Nur ein gesunder Hund kann und darf an der Prüfung teilnehmen.

Sollten Sie sich für einen Welpen entscheiden, begleite ich sie bei der Suche und führe entsprechende Eignungstests durch. Diese Tests sind kein Garant dafür, das der Hund perfekt wird, aber wenn er gute Eigenschaften mitbringt, ist das bereits die halbe Miete.


Manchmal ist es nicht möglich einen Welpen zu versorgen, dann kann man sich auch durchaus nach einem etwas älteren Hund umschauen. Hier gelten natürlich die gleichen Kriterien.


Vielleicht haben Sie aber bereits einen Hund im Haus, der vielleicht nicht geeignet ist um eine Prüfung abzulegen, aber durchaus in der Lage ist, gewisse Aufgaben zu erledigen und Sie dadurch optimal im Alltag unterstützen kann. Sie allein entscheiden was wie, wann und wo.

Die Prüfungsinhalte


Wenn Sie eine Prüfung anstreben, müssen Sie die Hundehaltersachkunde ablegen - in Theorie und Praxis. Sollten Sie das bereits haben, wird nur die Praxis wiederholt und auf den aktuellen IST-Stand geprüft.

Ein geprüfter Assistenzhund muss sicher im Straßenverkehr sein, locker an der Leine laufen, vor Geschäften warten, in den Geschäften Ware und Menschen ignorieren, Artgenossen ignorieren, sich nicht von der Arbeit ablenken lassen, zuverlässig abrufbar sein, ein zuverlässiges Abbruchsignal kennen und vieles mehr.


Ein Teil der Prüfung findet bei Ihnen Zuhause statt, ein weiterer Teil in einer Grünanlage und in einer Fußgängerzone.


Als zusätzlichen Prüfungsabschnitt werden drei der "Spezialaufgaben" getestet - Hierzu erhält der Prüfer eine Liste mit allen Aufgaben des Hundes. Diese können vom Prüfer dann frei gewählt werden.


Bei Bestehen der Prüfung wird dem Klienten ein Zertifikat und ein Ausweis für seinen Hund ausgestellt, der belegt, das es sich um einen ausgebildeten Assistenzhund handelt.

Die Ausweise sind jeweils 1 Jahr gültig. Vor Ablauf der Frist, muss der Assistenzhund sich einer Zwischenprüfung unterziehen um zu beweisen das er noch immer als Assistenzhund geeignet ist. Mit Bestehen der Zwischenprüfung erhält der Klient einen neuen Ausweis.



Die Preisaufstellung


Die Preise gestalten sich ganz individuell und liegen bei mir in der Regel zwischen 4 und 15.000 Euro (geprüfter Hund)

Soll der Hund "nur" ein paar Dinge erledigen können, wie z.B. Socken ausziehen, Licht anmachen usw. liegen Sie deutlich unter dem Satz.


Schreiben Sie mich einfach an und erfragen Sie ein  persönliches Kostenmodell.Wenn ich weiß was Sie sich wünschen, kann ich Ihnen sagen was auf Sie zukommt.